Rückläufigkeit von Pluto in Steinbock

Pluto im Steinbock geht vom 24.04.19 bis zum 03.10.19 in die Rückläufigkeit. Er wandert zurück von 23°09' bis zu 20°38' Steinbock. Diese Phase dauert jeweils ca. 5 Monate und 1 Woche. Die Pluto-Energie führt uns zurück bis Anfang Januar 2019. Am 23.01.2020 wird Pluto wieder seine Ausgangsposition von 23°09' erreichen.

Pluto wandert sehr langsam durch den Tierkreis. Rund 248 Jahre benötigt er für eine Runde, sodaß wir Menschen diese Umrundung leider nicht mit erleben dürfen. Ein Plutotransit hält sich im jeweiligen Tierkreiszeichen ca. 13 bis 30 Jahre auf.

Die Transitaspekte zu einem Geburtsplaneten dauern nur 2-6 Monate oder aber auch 3 - 4 Jahre, je nach unserer Wandlungsbereitschaft.

Es erfolgen mindestens 3 Transitübergänge über den jeweiligen Geburtsplaneten, manchmal aber auch 5 Übergänge.


Gleich welcher Lebensbereich betroffen ist, werden wir immer mit tiefgreifenden Wandlungsprozeßen konfrontiert. Unser gesamtes Potenzial können wir nur dann voll entwickeln, wenn wir uns und unsere Motive immer wieder hinterfragen.

Je mehr Einfluß und Macht wir gewinnen (privat wie auch beruflich), desto  wichtiger werden Reflektions-

prozeße für unser Vorwärtskommen. Es gilt zu verhindern, dass wir über unsere verdrängten Anteile stolpern und damit starke Widerstände im Außen hervorrufen. Pluto gibt uns die Gelegenheit, unser Machtpotenzial im Dienste eines größeren Ganzen zu entfalten.

Die Phase der Rückläufigkeit stellt für uns eine Gelegenheit für innere Wandlungsprozeße dar.

Wenn wir bereit sind, sorgt er für geistige und seelische Erweiterung und wir können uns dann auf größere Lebensumstellungen ausrichten. Die rückläufige Phase kann aber auch Zustände tiefster Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit hervorbringen.

Pluto fordert, dass wir uns auf den Abstieg in die tiefsten Regionen unserer Seele begeben. Dieser Weg kann sich extrem ungemütlich  gestalten und ist oft von großen Ängsten begleitet. Der Lauf der Dinge, zwingt uns in die Knie und am Ende der Rückläufigkeitsphase wird unser Ego, die Kapitulation als Niederlage und Versagen einordnen.

Es sind folgende Fragen, mit denen wir uns in der Rückläufigkeitsphase von Pluto beschäftigen sollten:

Sind unsere Verhaltesmuster überlebt und wenn ja, wie können wir diese ablegen ?

Gehen wir mit uns selbst und anderen ehrlich und wahrhaftig um ?

Wie erkennen wir unsere Ängste und Verdrängungen, unterdrücken wir diese oder stellen wir uns ihnen ? Können wir das, was nicht mehr zu halten ist, loslassen ?

Wie gehen wir mit den aktuellen Veränderungen um, akzeptieren wir diese oder wehren wir uns dagegen ? 

Sind wir in der Lage unsere Vorstellungen an die neue Situation anzupassen oder halten wir eventuell an fixen Ideen weiterhin fest ?

Auch dauerhafte körperliche und geistige Überforderung kann sich in dieser Zeit mit psychosomatischen Erkrankungen und stressbedingten Zusammenbrüchen zeigen. Wir sollten diese aber auf keinen Fall auf die  leichte Schulter nehmen, sondern diese unbedingt als ernsthafte Warnung verstehen.

Verdrängungsprozeße kosten viel psychische Kraft, die wir dringend zur Bewältigung der anstehenden Wandlungsprozeße benötigen. Wenn unsere Ängste zu tief sitzen, sollten wir uns auch nicht scheuen, therapeutische Unterstützung zu suchen und anzunehmen.

Das Geschenk, das uns der rückläufige Pluto macht: Indem wir uns unserem inneren Selbst stellen, erhalten wir immer mehr Zugang zu unserer inneren Kraft, die unser Leben sehr bereichern wird.

Und wenn dann Pluto nach dem 3. oder 5. Übergang letztendlich wieder direktläufig wird, können wir Frieden schließen mit den erlittenen Verlusten. Wir schauen dann nach vorne, dahin, wo das Licht der Hoffnung am Ende eines langen Tunnels endlich erscheint.

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